Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 536

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

18 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 514. See the scan on archive.org.

1Ramftler, Franz. — München. Geb. 23. Mai 1834 in München.
2Schüler von Andreas Engleder, bei dem er auch, nachdem er ausgelernt hatte, noch verblieb. Nach kurzem Aufenthalt in Karlsruhe gründete er 1864 sein Geschäft in München und wurde bald zum Hofinstrumentenmacher ernannt. Er verlegte sich zunächst auf Reparaturen und den Handel mit italienischen Instrumenten und reiste alljährlich zwei Mal zu diesem Zwecke nach Italien. Im Jahre 1889 setzte er sich zur Ruhe, und von da an macht er erst mit grösserem Eifer neue Geigen nach Strad., die er mit einem von ihm erfundenen, durch 40 Jahre erprobten Lack lackirt, dem er es hauptsächlich zuschreibt, dass seine Geigen sofort gut klingen und leichte Ansprache haben. Für seine Geigen, sehr gute Orchesterviolinen mit schönem Holz, Lack und Ton, erhielt er schon 1873 in Wien ein Anerkennungsdiplom. Auch ein Wilhelm R. war 1882 in München thätig.
4Ramolo, Giovanni. — Rom. 1626.
5Er stammte aus Genua und war in Rom als Lautenmacher in der Nähe der Kirche S. Lorenzo ansässig.
7Ramsay, William. — Biggar. Geb. 16. Jan. 1869 in Biggar.
8Ein Liebhaber, der eine Anzahl guter Violinen nach Stradivari gemacht hat. Er verwendet Oellack.
10Rance, Thomas. — Brüssel. 1681.
11Verschiedene Schriftsteller erwähnen, aus der gleichen Quelle schöpfend, diesen Namen, der sich auf einem geschriebenen Zettel in einer Geige befunden haben soll. Es war mir jedoch unmöglich, irgend welche Documente für die Existenz dieses Geigenmachers zu verschaffen. Auch Vidal und de Piccollelis kennen ihn nicht.
13Rank (?), A. — Kirchschlag. 1790.
14Der untenstehende Zettel kommt nicht gerade selten in Geigen vor, die in mancher Hinsicht an die Tyroler Schule erinnern. Wie der Mann eigentlich hiess, lässt sich schwer sagen. Ich vermuthe, A. Rank; er könnte aber auch Aranz geheissen haben, das F. nach Aranc könnte mit *fecit* gedeutet werden, wenn das Wort nicht gar *arangé* (d. i. arrangé) heissen soll. Hart nimmt Kirchschlag für den Familiennamen (was vielleicht richtig ist) und giebt als seine Heimath Tyrol an. Eine Arbeit dieses Geigenmachers, und zwar eine mittelmässige Viola d’amore, besitzt die kgl. Sammlung in Berlin (No. 870). Er ist wohl der Geigenmacher, von dem Otto berichtet, dass er ein Musiker gewesen sei, der sich erbot, den von den italienischen oder deutschen Meistern *vergessenen Zirkelschlag* in die Geigen hineinzubringen. In den vier verschiedenen Kirchdörfern Kirchschlag kommt jedoch der Familiennname Rank nicht vor; in Kirchschlag im Böhmerwalde lässt sich um die Wende des 18.—19. Jahrhunderts nur ein Lucas Ratz, des Ratz Veichtl Sohn, nachweisen. In Kirchschlag (Oberösterreich) lebte ein Müller Namens Rankl.
16Ranta, Pietro. — Brescia. 1733.
17Im Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte er noch zu den von Geigern bevorzugten italienischen Meistern. Seine Geigen müssen durch das Alter statt

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