Scan 606
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Schuster, Michael. — (Mark-)Neukirchen. 1820.
2Vielleicht ein Bruder von Mathias. Er liebte ein flaches Hopf-Modell, braunen Lack und erzielte einen guten Ton.
4Schuster, Michael jun. — Markneukirchen. 1862. 1873.
5Eine Fabriksfirma, die ihre Gründung bis 1817 zurückführt. Ihre Geigen zeichnen sich durch grosse Billigkeit aus. Hauptsächlich aber erzeugte die Firma Blechinstrumente. Eine ähnliche Firma hiess »Brüder Schuster«.
7Schuster, Rudolf; hat sich 1900 als Saiten- und Instrumentenmacher in Düsseldorf niedergelassen, sich jedoch bald darauf ins Ausland begeben.
9Schutte, Hans. — Hamburg. 1718.
10Er wird ausdrücklich als Violenmacher bezeichnet und erlangte am 6. Mai 1718 das Bürgerrecht.
12Schwaicher, Leopold. — Floridsdorf b./Wien. 1799. 1813.
13Seine Geigen sind denen von Dalingen und Gaissenhof nahestehend, wenn auch weder im Holz noch im Lack besonders schön.
15Leopold Schwaicher Lauten- und Geigenmacher in Florisdorf nächst Wien
16Leopold Schwaicher Lauten und Geigenmacher 18 Floridsdorf nächst Wien 13
17geschr.
19Schwaigl, s. Schweigl.
21Schwalm. — St. Petersburg. XIX. Jahrh.
22Einer der besseren in Russland thätigen Geigenmacher.
24Schwarz, Giovanni. — (Venedig.) 1899.
25Neffe und Schüler von Eugenio Degani, bei dem er 7 Jahre lang arbeitete.
27Schwarzbach, Franz Elias. — Löbau i./S. Geb. 6. April 1791 zu Seitendorf (Zittauer Antheil), † 4. April 1850 in Löbau.
28Bei dem Stadtmusiker in Görlitz erlernte er »kunstmässig« die Musik, heirathete 1813 in Langenau Marie, geb. Fest aus Kolitz und kam um 1816 als Musiker nach Löbau, wo er das Amt eines Thürmers und Feuerwächters erhielt. Solange er diese Stelle bekleidete, wohnte er auf dem Thurme der Nicolaikirche. Er war ein vielseitiger Mann; denn er war auch Leinenwebermeister und beschäftigte sich ausserdem mit der Geigenmacherei. Als Musiker entfaltete er »auf allen nötigen Instrumenten« eine rühmliche Tätigkeit. Dass er auch neue Geigen gemacht hat, ist nicht bekannt geworden; wohl aber hat er mit vielem Geschick viele alte Geigen ausgebessert. Er erlag einem Schlaganfall und hinterliess 5 Kinder (von 13), von denen mehrere sich der Musik gewidmet haben.
30Schwartz, Antonius. — Breslau. 1758.
31Sein Modell ist sehr hochgewölbt und geht auf Stainer zurück, der Lack gelbbraun, die Arbeit im Ganzen nicht hervorragend.
33Schwartz (Schwarz), Bernhard. — Strassburg i./E. Geb. um 1744 in Königsberg i. Pr., † 1822.
34Solange in Strassburg die Zunftverfassung bestand (d. i. bis 1789), wurden die Lauten- und Geigenmacher dort zu den Schreinern gezählt, und so wurde auch B. Schwarz i. J. 1780 als »Schreiner« in die Zimmerleutezunft auf-
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