Scan 681
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
23 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 659. See the scan on archive.org.
1Thumhart, (Johann) Stephan. — München. 1835.
2Aus Straubing oder Amberg nach München gekommen, brachte er es durch eine gewisse Geschicklichkeit bald zu Anerkennung, scheint aber nur wenig Geigen gemacht zu haben.
4Thumhardt, Joseph. — Amberg. 1780. 1834.
5Sohn und Nachfolger von Johann Georg Th. Er ist nicht ganz so gut als der Vater, besass aber viel Handfertigkeit und bevorzugte ein hochgewölbtes Modell.
7Thumhart, Joseph. — München. Geb. 16. Febr. 1846 in Ingolstadt. † 24. Juli 1888 in München.
8Schüler seines Vaters, der 1847 nach München übersiedelte. In den 70er Jahren übernahm er selbst die alte Firma (Xaver Th.) und verlegte sich hauptsächlich auf den Bau von Zithern. Er wurde Hoflieferant und erlag einem Schlaganfall. Nach seinem Tode ging das Geschäft zunächst auf die Wittwe über.
10Thumhart, Xaver. — München. 1888. 1901.
11Der letzte Instrumentenmacher der Familie, der das alte 1839 begründete Geschäft von Joseph Th. 1888 übernahm und 1901 in Ignaz Roider einen Nachfolger fand.
13Tibbets, Mrs. Jas H. — Brunswick (Maine). Geb. 1821.
14Eine amerikanische Dilettantin, die mit unzulänglichen Werkzeugen (Taschenmesser, Glas etc.), nachdem sie fast 78 Jahre alt geworden war, begann, einige Geigen zu machen, von denen in Amerika viel Aufhebens gemacht wurde.
16Tiburtinus, s. Centurio.
18Tichý, Johann. — Olmütz. Geb. zu Malé Pěnčice 1809, † 2. Febr. 1871.
19Schüler von Franz Soboll. Er ist der letzte Olmützer Geigenmacher, der selbstständig neue Geigen gemacht hat. Er erfand eine grosse Bratsche, die mit C-G-D-A-Saiten bespannt war, um die Violoncellopartien mit einem Violinspieler besetzen zu können. Das Instrument war trotz seiner Grösse handlich und leicht spielbar. Seine Violinen sind von sehr schönem Aussehen und klingen namentlich auf den A- und E-Saiten hell und edel, während D-G schwächer und dumpf daneben klingen. Sein Geschäftsnachfolger war Peter Kontny. Auch ein Wenzel T. war um 1850 in O. ansässig.
21Tieffenbrucker, Caspar. — Lyon. Geb. 1514 in »Fressin« (Füssen?), † 16. Dec. (?) 1570 oder 1571 in Lyon.
22Besser bekannt in der verwälschten Form seines Namens als Gaspard Duiffoprugcar. Dass er zuerst in Bologna ansässig war, wird zwar mehrfach behauptet, beruht aber jedenfalls auf einer Verwechslung mit Wendelin T. — Urkundlich nachweisbar ist er nur in Lyon, und gleich auf dem ältesten Schriftstück vom 23. November 1553, in dem er vorkommt, wird er als Deutscher bezeichnet. Seinen Namen schreibt er da: »Duiffobrocard«; eine andere Urkunde (vom 4. November 1555) unterzeichnet er »Gaspard Duiffoprougar«. Von seinem Leben ist wenig bekannt. Seinen Geburtsort »Fressin« und
Makers on this page
- Thumhart, (Johann) Stephan
- Thumhardt, Joseph
- Thumhart, Joseph
- Thumhart, Xaver
- Tibbets, Mrs
- Tichý, Johann
- Tieffenbrucker, Caspar
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.