Scan 106
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1eigenem Modell, das zwischen Stradivari und Stainer die Mitte hält, strebte aber den großen Vorbildern nach und machte alle Bestandteile seiner Geigen, selbst Wirbelgriffbretter, Saitenhalter und Stege eigenhändig. Er besaß zahlreiche Auszeichnungen. Er war auch Erfinder einer Harfengitarre (18 Saiten mit 5 Oktaven, der Archilaute verwandt) sowie eines Streichinstruments, das er »Contraviolino« nennt. Dieses ist eine Oktave tiefer gestimmt als die Violine, wird wie ein Violoncello gespielt und liegt zwischen diesem und der Viola; es soll die Differenz in der Klangfarbe dieser beiden Instrumente ausgleichen. Das Museum des R. Istituto L. Cherubini in Florenz besitzt ein solches Instrument von ihm, bei dem er auf einen ähnlichen Gedanken kam wie z. B. Dr. Steltzner.
2Geigenzettel: Abb. 164 und 165.
4D’Hespont (Despont), Antoine. — Paris. 1634. 1636
5Er wird ausdrücklich als »maître d’instruments de musique« bezeichnet und trat 1636 im Prozesse Médard auch als Sachverständiger auf. Von ihm sollen noch verschiedene gute Instrumente vorhanden sein, obwohl es selbst Vidal nicht gelang, eines derselben ausfindig zu machen. Glücklicher war der treffliche A. Jacquot, der auch einen Zettel veröffentlichen kann, aus dem hervorgeht, daß D’Hespont, oder wie er sich hier schreibt Despont, das Ladenschild »Au Luth Royal« führte. Urkundlich wird der Name D’Hespont geschrieben, Vidal schreibt »Despont« und Fétis »Despons«. Geigen, die oberflächlich nach italienischem Vorbild gemacht sind, schlechtes Holz und schlechten Lack haben und seinen Namen tragen, sind offenbar spätere Fälschungen.
6Geigenzettel: Antoine / Despont demeurant / A Paris / Sur le pont Nr. Dame / Au Luth Royal / 1634 (geschrieben).
8Dick, Alban. — Frankfurt a. M. Geb. 31. Okt. 1876 in Wohlhausen
9Nachdem er ausgelernt hatte, kam er zu Albin Wilfer, den er als seinen eigentlichen Lehrer betrachtet. Im Jahre 1899 trat er bei Alb. Vogt in Frankfurt a. M. ein, dessen Geschäft er im Jahre 1907 käuflich erwarb und es durch tüchtige Leistungen sehr auszudehnen verstand.
11Dickie, William. — Wentworth. 1876. 1897
12Er baut nach Stradivari, Amati und auch nach Guarneri und verwendet einen gelben, rötlich schattierten Öllack.
13Geigenzettel: Wm. Dickie, Fecit / Wentworth, Anno 1890 (geschrieben).
15Dickinson (Dickenson), Edward. — London. 1750. 1790
16Es sind nur wenig gute Geigen von ihm bekannt; meist arbeitete er sehr handwerksmäßig nach einem hochgewölbten Stainermodell. Auf einzelnen Zetteln nennt er nur seinen Namen ohne weitere Angaben.
17Geigenzettel: Edward Dickinson / Maker, at the Harp and Crown in / the Strand / near Exeter Change / London 1754 (gedruckt).
19Dickson, Dr. George. — Edinburgh. Geb. 1838 in Edinburgh
20Ein gesuchter Arzt, der viele Geigen mit bemerkenswerter Geschicklichkeit gemacht hat. Sein Hauptverdienst aber ist es, daß er als einer der ersten die Verwendung fossilen Bernsteins zur Lackbereitung lehrte und dessen Bedeutung für den Geigenlack erkannte.
22Dickson (Dickeson), John. — London und Cambridge. Geb. in Stirling (Schottland) um 1720, † nach 1780
23Er scheint einige echte Geigen von den Amati, wohl auch eine von Cappa gekannt zu haben, die er recht genau kopierte. Er lebte zwischen 1750 und 1780 abwechselnd in London und Cambridge, ja, es gibt Geigen, in denen beide Städte zugleich angegeben werden.
24Geigenzettel: John Dickson Cambridge / 1779 (gedr.).
26Didelin. — Mirecourt. XVIII. Jahrhundert
27Eine Geigenmacherfamilie, von der genannt werden:
28Antoine D. Geb. 1749
29Henry I. 1745. 1755
30Henry II. 1750. 1779
31Jean-Nicolas, 1781, und der Bogenmacher Nicolas-Henry. 1772. 1789
33Didelin, Joseph. — Nancy. 1760. 1776
34Wenig bekannter Mirecourter, der in seiner Arbeit aber nicht ungeschickt war. Sein Ladenschild lautete: »A la Guitare des Dames de France«. Sein Reparaturzettel findet sich in einem Amativioloncello bei C. Claudius in Kopenhagen.
35Geigenzettel: Raccomodé par moy didelin à / Nancy an / 1773 (gedruckt).
37Didelot, August. — Moskau. 1873. 1900
38Geboren in Mirecourt, arbeitete von 1873—1879 bei seinem Landsmann Ernest-André Salzard und machte sich dann selbständig. Seine Arbeit wird gelobt.
40Didelot, Dominique I. — Mirecourt. 18. Jahrhundert
41Wahrscheinlich der Vater oder Großvater von Dominique II D. Sein Name kommt auch in der Schreibung »Didenot« vor.
43Didelot, Dominique II. — Mirecourt. 1820 (?)
44Gute Mirecourter Arbeit, schöner hell- oder dunkelroter Spirituslack. Er verwendete eine Brandmarke: A Cremone / Dominique Didelot.
45Geigenzettel: Dominicus Didelot / A la ville de .. (unleserlich)1).
47Didelot, N. — Mirecourt
48Ein französischer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts, der handwerksmäßig arbeitete, jedoch einen guten Orangelack verwendete.
501) Wahrscheinlich »Cremone«.
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- Didelot, August
- Didelot, Dominique I.
- Didelot, Dominique II.
- Didelot, N.
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