Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 144

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 140. See the scan on archive.org.

1Fischer, Johann Gottfried. Geb. 15. März 1770, † 15. Sept. 1825
2Jüngster Sohn von Johann Adam F. und der talentvollste der Söhne. Er gebrauchte eine ähnliche Brandmarke wie Joh. Gottl. Ficker (Nr. 39).
4Fischer. — München
5Es soll um das Jahr 1805 ein Geigenmacher Fischer in München gelebt haben. Vermutlich war Josef F., der Regensburger Meister, vorübergehend in München, denn um die angegebene Zeit fand ich nur einen Sänger dieses Namens in München; alle übrigen Fischer hatten der Musik völlig fernstehende Berufe.
7Fischer. — Schönbach b. E.
8Aus dieser Familie gingen folgende Geigenmacher her vor:
10Fischer, Anton I. Geb. um 1806, † 1880
11Er gehörte schon 1826 der Innung an.
13Fischer, Anton II (noch lebend)
14Fischer, Carl (noch lebend)
15Fischer, Johann (noch lebend)
16Fischer, Rudolf (wohnt in Watzkenreuth bei Schönbach)
17Fischer, Wenzl, gehörte schon 1826 der Innung an
18Fischer, Wenzel (noch tätig)
19Fischer, Alois in Proßnitz i. M. scheint auch aus Schönbach zu stammen
20Fischer, Andreas. — Znaim. 1855. 1861
21In einigen mittelmäßigen Geigen fand sich sein Zettel. Besser waren seine Gitarren.
22Geigenzettel: Abb. 223.
24Fischer, Anton. — Wien. Geb. 1794, † 10. Aug. 1879
25Am 20. April 1821 legte er seinen Bürgereid ab und hatte seine Werkstatt Stadt Nr. 369. Im Jahre 1835 wohnte er »Seitzergasse gegenüber dem Kriegsgebäude«, später »am Graben nahe der Apotheke, im zweiten Hofe«. Er gehörte zu jenen Meistern, die ihre Kunst unablässig studieren. Zu diesem Zwecke brachte er eine schöne Sammlung alter Geigen zusammen, darunter war auch eine Viola von Duifforpruggar, die Kiesewetter im Jahre 1842 gesehen und für zweifellos echt gehalten hat. In der Nachahmung der italienischen Vorbilder war Fischer nicht sehr glücklich, obwohl er sehr geschickt war und gutes Holz verwendete, dagegen gelang es ihm leicht, die Geigen William Forsters trefflich nachzuahmen. Eine Violine von ihm aus dem Jahre 1825 und eine Viola von 1842 besitzt das Schottenstift in Wien.
26Geigenzettel: Abb. 207.
28Fischer, Christian. — Hamburg. 1797
29Er wird als Instrumentenmacher bezeichnet und wurde am 8. September 1797 Bürger.
31Fischer, Georg. — Wien. 1857
32Vielleicht ein Sohn von Anton F. Er scheint verhältnismäßig jung gestorben zu sein und gehörte der Wiener Geigenmacherzunft nicht an. Ich kenne nur einen Reparaturzettel von ihm.
34Fischer, Gottfried. — Wien. † um 1888
35Sohn von Anton F., den er jedoch in keiner Weise erreichte. Er wohnte vor Gutermann in Mariahilf, Hauptstraße Nr. 68 und verlegte seine Werkstatt im Jahre 1868 in die untere Bräunerstraße, 1882 gab er sein Geschäft auf und übernahm in Hietzing bei Wien eine Spezereiwarenhandlung, die bald zugrunde ging. Er starb dann im Versorgungshaus. Er hat nicht viele neue Geigen gebaut, die seine Brandmarke G. F. am Halsplättchen tragenden Violinen dürften zumeist Arbeiten geschickter Gehilfen gewesen sein.
36Geigenzettel: Gottfried Fischer / Wien / Mariahilfer Hauptstraße No 68 (lith.). Brandmarke Nr. 27.
38Fischer, Johann Georg. — Jena. S. Vischer
39Fischer, Joh. Sim. s. Vischer
41Fischer, Johann Ulrich. — Landshut. München. 1720. 1728
42Tüchtiger deutscher Meister, der u. a. als einer der letzten noch häufig Nonnengeigen gebaut hat. Seine Violen und Gamben sind von vortrefflicher Arbeit, auch seine Violinen sind zu loben. Um 1728 siedelte er, wenn der Zettel einer Marinettrompete echt ist, nach München über, doch läßt sich diese Tatsache urkundlich nicht belegen. Zwei Nonnengeigen von 1720 befinden sich in der Sammlung des Historischen Kreisvereins in Landshut i. B., eine solche von 1722 besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, eine ebensolche von 1728 und eine Violine mit Löwenköpfchen W. Heyers musikhistorisches Museum in Köln.
43Geigenzettel: J. Fischer / Landshut 1722 (gedruckt). — Joham Vlrich Fischer / laud Vnd gaigmachr / in landshuet 1726 (geschrieben).
45Fischer, Joseph. — Regensburg. Geb. 1769, † 22. Juni 1834
46Er soll aus dem Allgäu stammen und war vermutlich ein Schüler von J. Anton Gedler in Füssen. Er kam 1790 von Wien nach Regensburg, wo er als Nachfolger von Koßler und Widhalm betrachtet werden kann. Er war ein hervorragender Meister und baute nach italienischen Modellen, hauptsächlich nach Stradivari, und besaß einen wundervollen, gelbbraunen Öllack. Er kopierte seine Vorbilder so vorzüglich, daß jetzt viele seiner Instrumente als echt italienische verkauft werden, außerdem war er ein vom In- und Auslande gleich stark in Anspruch genommener Reparateur. Er war der

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