Scan 230
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1nach den gleichen Modellen und verwendete auch den gleichen Brandstempel. Er lebte seit 1859 in Brunndöbra und war hauptsächlich für die Firma Otto Liebmann und später C. W. Meisel sen. in Klingenthal tätig.
3Hopf, Carl Friedrich. — Klingenthal, Brunndöbra. Geb. 17. Okt. 1811 in Klingenthal, † 22. Jan. 1892 in Brunndöbra bei Klingenthal
4Er verwendete das bekannte Hopfmodell und arbeitete recht sauber, so daß seine »Hopfgeigen« eine gewisse Berühmtheit erlangten. Sein Lack ist nußbraun. Im Innern des Bodens brachte er seine Brandmarke an. Er lebte seit dem Ende der fünfziger Jahre in Brunndöbra.
5Brandmarke: C F / Hopf.
7Hopf, Caspar I. — Klingenthal, (Mark) Neukirchen. 1677. 1708
8Er stammte aus Graslitz und soll zuerst in Klingenthal ansässig gewesen sein. In den Jahren 1680—1690 war er neben Georg Poller, Casp. Schönfelder und den beiden Reichel einer der Vormeister der Neukirchner Geigenmacherzunft.
10Hopf, Caspar II. — Klingenthal. † 21. Aug. 1711 zu Stolberg
11Vielleicht der beste Geigenmacher seines Wohnorts. Seine Geigen sind gut im Holz und im Ton, doch zeigen sie noch nicht ganz die charakteristischen Formen des sog. Hopfmodells. Er zog mit den im Winter fertiggestellten Instrumenten von Markt zu Markt und ist auf einer solchen Reise auch gestorben. Das Klingenthaler Kirchenbuch meldet: »1711 den 21. Aug. starb zu Stolberg am Harz auf der Reise nach Braunschweig Meister Caspar Hopf, einer der ersten Geigenmacher allhier und den 15. p. Trin. als den 15. Sept. wurde ihm allhier Nachmittags eine Gedächtnispredigt gehalten«. Er war wohl der erste, der den seither sehr bekannt gewordenen Brandstempel »HOPF« verwendete. Eine gute Violine von ihm besitzt Kurt Zettler in Essen. Die größte Breite beträgt unten 20,2 cm, oben 16,2 cm. Die Körperlänge 35,3 cm, die Zargen steigen von 3,0 zu 3,1 cm; der Ton ist nicht kräftig, aber doch weich und klangvoll. Unter dem Griffbrett, das ursprünglich fast unmittelbar auf der Decke auflag, befindet sich ein etwa 3 mm dicker Keil.
13Hopf, Christian August. — Klingenthal. 1782
14Wenn er auch viele handwerksmäßige Dutzendarbeiten gemacht hat, kommen doch auch einzelne recht hübsch ausgeführte Geigen von ihm vor, so daß man sieht, daß wohl nur das Verlangen nach billiger Ware ihn zu oberflächlicher Arbeit gezwungen hat. Sein nußbrauner Lack ist nicht schlecht, das Deckenholz fast immer gut, der Boden gerne nach der Schwarte geschnitten, die Einlagen fehlen nur bei seinen Dutzendgeigen.
15Brandmarke: C. A. Hopf oder nur »HOPF«.
16Geigenzettel: Christian August Hopf / Violinmacher in / Klingenthal 1782 (geschrieben).
18Hopff, Christian Donat. — Klingenthal. 1716. 1736
19Im Innungskassabuch wird er bereits 1716 als Geselle aufgeführt und erscheint 1724 als Meister. Vielleicht war er ein Sohn von Caspar H., da ihre Arbeiten sich ähnlich sind.
20Geigenmacher: Christian Donat Hopff / Violinmacher in Klingenthal / Ao. 1736 (gedruckt).
22Hopf, Christian Friedrich. — Klingenthal.
23Geb. um 1790. 1815
24Er wurde als Geigenmachergeselle Anfang Oktober 1809 widerrechtlich zum Rekruten ausgehoben. Über seine Arbeit ist nichts bekannt.
26Hopf, David. — Klingenthal. 1829
27Seine Geigen zeigen das Hopfmodell bereits im Verfall, manche aber klingen nicht schlecht. Der Lack ist trüb-braun, die F-Löcher sind nicht sehr ansprechend in der Form, die Schnecke lang gestreckt. Er verwandte auch eine Brandmarke. Ein David Hopf (Hopff) soll auch in Leitmeritz ansässig gewesen sein. Dieser arbeitete nach Tecchler und hatte eine Brandmarke entweder nur »David« oder »David Hopf«.
28Geigenzettel: David / Hopf (gedruckt). Dafid: Hobf (sic!) (geschrieben).
30Hopf, David Aug. I. — Klingenthal. 1762. 1786
31Einer der charakteristischsten Vertreter seiner Familie. Seine Geigen zeigen das echte Hopfmodell. Ihm scheint die Brandmarke: * HOPF * gehört zu haben.
32Geigenzettel: David August Hopf, Klingenthal in / Sachsen, Donnerstag den 1786 (geschrieben).
34Hopf, David August II. — Zwotenthal. 1829
35Vielleicht ein Sohn von David Aug. I Hopf, an dessen Art seine Geigen sehr erinnern.
36Geigenzettel: David August Hopf Zwotenthal, Sachsen/ im Vogtland 1829 (geschrieben).
38Hopf, David Christian. — Quittenbach. 1760
39Er gehörte der Neukirchener Innung an und war nicht ungeschickt.
40Geigenzettel: David Christian Hopf, Musicus / Instrumentalis in Qvittenbach, 1760 (gedruckt).
42Hopf, Friedrich Carl. — Quittenbach. 1805
43Ein Baß von ihm befand sich in der Kirche zu Winterhausen.
44Geigenzettel: Friedrich Carl Hopf Geigen- / und Baßmacher zu / Quittenbach 1805 (gedruckt).
46Hopf, Friedrich Erdmann. — Klingenthal, Quittenbach. 1762. 1779
47Er war ein tüchtiger Meister, soll um 1740 geboren sein und größere Geschäftsreisen gemacht haben. Da er fleißig arbeitete, kommen Geigen von ihm noch oftmals vor. Zuletzt war er in Quittenbach ansässig.
48Geigenzettel: Friedrich Erdmann Hopff / Musicus Instrumentalis in Quittenbach 17 . . (rotgedruckt).
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- Hopf, Carl Friedrich
- Hopf, Caspar I.
- Hopff, Christian Donat
- Geigenmacher, Christian
- Hopf, David August II.
- Hopf, David Christian
- Hopf, Friedrich Erdmann
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