Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 319

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

61 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 315. See the scan on archive.org.

1Mantegazza, Giovanni. — Mailand. 1760.
2† um 1790
3Wahrscheinlich ein Sohn oder jüngerer Bruder von Pietro Giov. M.
5Mantegazza, Pietro Giovanni. — Mailand. 1750. 1790
6Der beste Geigenmacher aus seiner Familie. Anfangs arbeitete er mit seinen Brüdern zusammen, später allein. Er war recht geschickt und nahm schönes Holz; nur sein Lack war meistens zu harzreich und erscheint jetzt sehr stark nachgedunkelt. De Piccolellis setzt zwischen seine beiden Taufnamen ein Komma und bekommt so zwei Geigenmacher namens Pietro und Giovanni M. heraus. Ein Quartett von ihm (genannt »il quartetto di lutto«) war auf der Mailänder Ausstellung 1881 zu sehen. Der Lack war daran vollständig schwarz geworden, doch gibt es auch Violinen von ihm, die den guten, dunkelorange Lack der Mailänder Schule tragen, der sich gut erhalten hat. Viele seiner Arbeiten gehen auf das große Nic. Amatimodell zurück, nur die Schnecke machte er größer und weniger elegant.
7Geigenzettel: Pietro Giov. e fratelli Mantegazza nella / Contrada di Santa Margarita in Milano / al Segno dell’ Angelo 1770 (gedruckt). — Petrus Joes fratresq. Mantegatia / Mediolani in via S. Margaritae anno 17.. (gedruckt). — Petrus Joannes Mantegatia / fecit Mediolani in Via S. Margaritae (gedruckt) und Abb. 529 u. 549.
9Mantovani. — Parma
10De Piccolellis teilt diesen Namen als den eines Geigenmachers des 18. Jahrhunderts mit. Wenn er wirklich eine alte Geige mit diesem Namen gesehen hat, dann war »Mantovani« wohl nur die Heimatsbezeichnung eines Meisters, nicht aber der Familienname, denn es war unmöglich, irgend etwas über einen »Mantovani« zu ermitteln, der noch dem 18. Jahrhundert angehört hätte. Vielleicht aber hielt de Piccolellis den Alessandro Mantovani für einen älteren Geigenmacher.
12Mantovani, Alessandro. — Parma. 1853. 1858
13Vielleicht ein Schüler von Rocca, dem er gleichkam. Glaser in Wiesbaden besitzt eine Violine, Stradivari-modell 1728, von tadelloser Arbeit, mit origineller, prachtvoller Schnecke und rotem, dickem Öllack von schöner Leuchtkraft, voll und weich im Klang.
14Geigenzettel: Alessandro Mantovani / fece in Parma Anno 1853 (gedruckt).
16Manzini, Lodovico. — Modena. Geb. 1804, † um 1878 in Reggio-Emilia
17Er machte nur Gitarren und Mandolinen, die seinerzeit geschätzt waren.
19Manzone, Giovanni. — Mailand. 1624
20Ein von Valdrighi (4502) mitgeteilter Name eines Lautenmachers.
22Maprochini, Giuseppe. — ? 1801
23Seine Arbeit ist unschön, der Ton aber trotzdem nicht schlecht. Harry Dykes in London bot eine Geige von ihm für 8 £ an.
25Már, Johann. — Stuhlweißenburg. 19. Jahrh.
26Sein Name kommt auf Reparaturzetteln vor.
28Marafi (Morosi?), Ambrogio. — Mailand. 18. Jahrhundert
29Als Geigenmacher war er nicht bedeutend, dagegen baute er recht gute Lauten und Mandolinen. Eine zehnsaitige Laute mit sehr schönem Dachstern besitzt Rob. Leibbrand in Berlin.
30Geigenzettel: Ambrogio Marafi / Milano vicino a St. / Giovanni alle case rotte (geschrieben) (Casserette?).
32Maratea, Michele e Domenico e figli. — Neapel. 1887. 1900
33Aus der Schule der Vinaccia hervorgegangene Mandolinenmacher.
35Maratti, Giambattista. — Verona. 1690. 1700
36Seine Geigen zeigen ein kleines Modell und mittelmäßige Arbeit. Von anderen wird der Vorname Carlo B. (wohl nicht Batt., sondern Borr.) angegeben. Vielleicht hat man es mit zwei verschiedenen Meistern derselben Familie zu tun.
38Maravelli, Giuseppe
39Neuerer italienischer Geigenmacher.
41Marc. — Verdun. 19. Jahrhundert
42Nur als Reparateur bekannt.
44Marcard, Paris, findet man manchmal als Brandmarke auf Geigen und Gitarren
46Marcelli (Marcello), Giovanni Antonio. — Cremona. 1696. 1697
47Wenn auch kein hervorragender Meister, hat er doch einige hübsche Geigen gemacht, darunter gute Violoncelli mit kunstvollen Einlagen. Er verwandte einen gelben Lack und geschriebene Pergamentzettel.
48Geigenzettel: Joannes Marcelli / fecit Cremonae / MDCXCVI (gedruckt).
50Marchal, Pierre-Paul. — Mirecourt. 1725. 1738
51Vielleicht der Vater von Marechal (s. d.).
53Marchand, Claude-François. — Mirecourt. 1775
54Bogenmacher. Auch ein Jacques M. kommt fast gleichzeitig als Bogenmacher vor.
56Marchand, François-Eugène. — Paris. Geb. 1872 in Mirecourt
57Schüler von Durand, Chipot und Laurent. Um 1890 trat er bei Hill in London ein, 1897 kam er zu Silvestre nach Paris, machte sich hier im Jahre 1902 selbständig und erwarb sich den Ruf eines geschickten Meisters.
59Marchand, Joseph. — Mirecourt. 1744. 1765
60Geigen- und Bogenmacher.

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