Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 344

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

50 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 340. See the scan on archive.org.

1Mohte, Önnert Jörgen. — Engelholm. Geb. 24. Aug. 1748, † 22. Mai 1803
2Schüler seines Vaters Jöran M., dessen Geselle er um 1770 wurde. Nach des Vaters Tod führte er mit der Mutter das Geschäft fort und erbaute 1778 die väterliche Werkstatt. Doch scheint er die Geigenmacherei frühzeitig aufgegeben zu haben, da sich in seinem Nachlaß keinerlei Musikinstrumente vorfanden.
4Moinel, Barthélemy. — Mirecourt. 1789
5Bogenmacher.
7Moinel, Charles. — Paris. Geb. 24. Juni 1866 in Paris
8Sohn von François M. Schüler seines Vaters und von Emile Germain. Neffe von N. E. Cherpitel. Nach dem Tode des letzteren (1893) führte er dessen Werkstatt für die Witwe fort und ist seit 1897 der Nachfolger seines Oheims.
9Geigenzettel: Charles Moinel / Succr de E. Cherpitel, / Paris 16 rue du Faubg Poissonière (gedruckt) und Abb. 559.
11Moinel, François. — Paris. 1860. 1870
12Geschickter Geigenmacher; da er jedoch nie selbständig war, gibt es nur sehr wenig Geigen, die seinen Namen tragen.
14Moitessier, Louis. — Mirecourt. 1781. 1824
15Sehr fleißiger, aber durchaus mittelmäßiger Geigenmacher. Seine Versuche, Geigen ganz aus Ahornholz herzustellen, seien hier nur der Seltsamkeit halber erwähnt. Er hatte ein großes, langes Modell; sein Lack ist dunkelbraun und ohne Feuer. Statt der Schnecke brachte er manchmal Löwenköpfschen an. Daß er 1810 in Paris gearbeitet hat, ist ungewiß; wohl aber hat er Arbeiten aus Paris datiert, was übrigens die Mirecourter bis auf den heutigen Tag gerne tun. Er war jedoch ein guter Lehrer. Einer seiner Schüler ist Cl. V. Rambaux. Außer seinem Zettel gebrauchte er oft auch eine Brandmarke: »Moitessier à paris«, oder nur »Moitessier«.
16Geigenzettel: Ludovicus Moitessier fecit / anno Domini 1781 (gedruckt).
18Moitessier, P. A. — Montpellier. 1833. 1847
19Er stammte aus Carcassonne und war hauptsächlich Orgelmacher, doch hat er verschiedene Geigen gemacht, und noch kürzlich wurde eine Violine von ihm in England verkauft und gut bezahlt.
20Geigenzettel: Abb. 560.
22Mola, Francesco. — Cremona. Geb. 1641
23Wahrscheinlich ein Schüler N. Amatis, bei dem er 1653 arbeitete.
25Molgedey, Johannes Rudolf. — Königsberg i. Pr. Geb. 1876 in Königsberg i. Pr.
26Nach Absolvierung der Realschule bildete er sich zunächst durch Selbstunterricht zum Geigenmacher aus, arbeitete dann 2 Jahre lang bei Martin Kriner und begründete 1895 sein Geschäft. Er ahmt hauptsächlich Stradivari und Guarneri nach und wendet nur Öllack an, und zwar Grundlack und Farbe, die wenig Verwandtschaft miteinander besitzen, wobei er »durch Gebrauch einer widerstrebenden Substanz« die Verschmelzung beider Lacke zu hindern sucht. Er studierte mehrere Semester lang Chemie an der Hochschule, um der Lackfrage auch wissenschaftlich näher zu kommen, und stellte verschiedene Versuche an, verwahrt sich aber entschieden dagegen, irgendwelche der ihm zugeschriebenen »Erfindungen« gemacht zu haben. Er arbeitet peinlich genau und ist deshalb auch ein ausgezeichneter Reparateur und wird als solcher von den ersten deutschen Geigern gern in Anspruch genommen. Daß er selbst ein vorzüglicher Geiger ist, kommt ihm bei seiner Arbeit begreiflicherweise sehr zu statten.
27Geigenzettel: Joh. Rud. Molgedey / Königsberg i./Pr. 1897. (gedruckt).
29Molia, Angelo. — Genua. 1758. 1760
30Seine Arbeit ist nicht schlecht und sein Holz recht gut. Er bevorzugt ein kleines Modell.
31Geigenzettel: Angelo Molia / Fece in Genova A. 1758 (geschrieben).
33Molina, Gennaro. — Neapel
34Mandolinenmacher.
36Molinari, Antonio. — Venedig. 1672. 1703
37Ein Geigenmacher dritten Ranges, der meist größere Geigen gemacht hat.
38Geigenzettel: Antonius Molinarius / fecit in Venezia Ao. 1701 (geschrieben).
40Molinari, Giuseppe. — Venedig. 1737. 1763
41Vielleicht ein Sohn von Antonio M. Er hat sich hauptsächlich der Lautenmacherei zugewandt, und man kennt verschiedene gute Mandolinen und Theorben von ihm. Einige besitzt das Museum des Pariser Konzervatoriums.
42Geigenzettel: Joseph Molinari, / Venetiis anno 1737 (gedruckt).
44Molinari, José E. — Buenos-Aires. 1890. 1895
45Auf der Ausstellung in Chicago 1893 erhielt er für Geigen und Mandolinen eine Medaille und scheint bald danach verzogen oder gestorben zu sein.
47Mollenberg, Lorents (Lars). — Stockholm. 1807. 1824
48Schwedischer Lautenmacher, der wahrscheinlich Schüler oder Geselle von Peter Kraft war, da dieser in seinem Testamente dem Erben seiner Werkstatt Göran Garsman zur Pflicht machte, Lars Mollenberg als Teilhaber anzunehmen. Arbeiten von ihm kommen noch ziemlich häufig vor. Die Sammlung Hammer besaß von ihm vier Baßlauten mit den Nummern 40, 80 und 82, eine besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln. Da er auch Klaviere baute, schloß er sich, wie seinerzeit schon P. Kraft, der Tischlerzunft an.
49Geigenzettel: No 80 / Lorents Mollenberg / Stockholm 1816. (gedruckt) und Abb. 519.

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