Scan 469
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 465. See the scan on archive.org.
1Shackleton, Daniel. — Bedford. 1888
2Besser als Violinen gelangen ihm Violen.
4Shaw, John. — London. 1655. 1698
5Eine Anzahl recht guter Violen trägt seinen Zettel mit der Angabe seines Ladenschildes und seiner Wohnung. Er wurde zum Hofgeigenmacher ernannt.
6Geigenzettel: John Shaw att the Goulden harp / and Hoboy nere the May pole / in the Strand 1656 (gedruckt). — Iohn Shaw at the golden Harp and Ho- / Boy, next door to the Fountain Tavern / in the Strand near the Savoy London / 1688 (gedruckt).
8Shaw, Thomas. — Cove. Geb. 13. März 1864
9Ein Liebhaber, der etwa ein Dutzend Violinen nach Stradivari gemacht hat und roten Bernsteinlack verwendet.
10Geigenzettel: Tom Shaw / Cove / Dumbartonshire. (geschrieben).
12Shrimpton, ein australischer Geigenmacher, der seit mehr als 20 Jahren in West Geelong (Victoria) ansässig ist
14Shrosbee, Henry James. — Adelaide
15Seine Geigen gelten als recht gut und sein Lack wird gelobt, auch hat er einen neuen Steg erfunden.
17Siani, Valentino. — Florenz. 1630. 1640
18Zierliche Geigen und gute Violen mit hübschem, gelbbraunem Lack tragen seinen Namen.
19Geigenzettel: Valentino Siani / Florent. 16 .. (gedr.).
21Siciliano (Ciciliano), Antonio. — Venedig. 1630. 1660
22Arbeiten von ihm sind mehrfach erhalten, die ihn als tüchtigen Meister erkennen lassen. Er stammte aus Bologna und nannte sich daher zeitweise auch kurzweg »Antonius Bononiensis«, z. B. auf dem Zettel einer Gamba mit abgerundeten Ecken im Museum des Lyceo filarmonico in Bologna. In einer Baßviola da Gamba (in derselben Sammlung) schreibt er seinen Namen Ciciliano. Vidal macht drei verschiedene Meister daraus: 1. Ant. Ciciliano, 2. Ant. Siciliano und 3. Ant. Bononiensis. Ein Chitarrone (rom. Theorbe) besitzt die staatl. Sammlung in Berlin mit geschmackvoller Rose (Nr. 722). In der Sammlung des Grafen Correr in Venedig befindet sich eine Viola da Gamba von ihm. Eine Theorbe mit doppeltem Wirbelkasten bewahrt das städtische historische Museum in Frankfurt a. M. (1,95 m lang). Eine ganz aus Elfenbein gebaute Laute mit fünf Doppelsaiten und hübschem mit Maßwerk durchbrochenem Dachstern besitzt C. Claudius in Kopenhagen. Ein vollständiges Gambenterzett findet sich in der Wiener Sammlung alter Musikinstrumente. De Piccolellis führt nur den Namen Siciliano ohne weitere Bemerkungen an.
23Geigenzettel: Abb. 681.
25Siciliano, Gioacchino. — Venedig. 1670. 1680
26Sohn des Antonio S. Nach anderen lautet sein Taufname Giov. Battista, und so wird sein Name auch in dem Katalog der Sammlung Correr in Venedig angegeben, wo eine Gamba von ihm aufbewahrt ist.
27v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher. Bd. II
29Sidtler (Sidler, Sittler), Gregor. — München. 1762. 1800
30Schüler von Seb. Wolfram in München. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er nach Wien und wurde nach Kämbls Tod nach München berufen als »Geigen- und Lautenmacher der Hofmusik«. Er folgte diesem Ruf und kaufte das Geschäft seines Lehrmeisters Wolfram. Obwohl er ein geschickter Meister war, verstand er es doch nicht, sich mit den Herren bei Hof gut zu stellen, und als Claudius Boiteux sich 1786 in München niederließ, war es diesem nicht schwer, ihn völlig zu verdrängen. Erst nach dem Wegzug des Boiteux von München um 1799 erhielt er wieder Aufträge von der Intendanz.
31Geigenzettel: Gregorius Sidtler fesit / Monachij Anno 1791 [Initialen im Kreis] (gedruckt).
33Sidvab, Svalsecnew s. Baudis
35Siebenhüner, Antor. — New York, Zürich.
36Geb. 1851 in Schönbach
37Schüler von Gabriel Lemböck in Wien. Als Gehilfe arbeitete er zunächst zwei Jahre in Budapest bei A. Engleder und ging dann zu dessen Bruder Andreas E. nach München und dann wieder nach Wien zu Th. Zach. Nach kürzerem Aufenthalt in Leipzig und Berlin trat er 1872 als erster Mitarbeiter bei Georg Gemünder in New York ein, machte sich zwei Jahre später dort selbständig. Im Jahre 1876 erhielt er auf der internationalen Ausstellung in Philadelphia den ersten Preis, kehrte aber 1878 krankheitshalber wieder nach Europa zurück und begründete in Zürich sein heute noch blühendes Geschäft. Er arbeitet sehr sorgfältig nach Stradivari, hat gutes, altes Tonholz und verwendet einen feurigen, meist roten Lack, der sich sehr gut bewährt hat. Auch als Reparateur und Bogenmacher erfreut er sich des besten Rufs. Im Jahre 1915 nahm er seinen jüngsten Sohn als Teilhaber in das Geschäft auf, dessen Firma jetzt A. Siebenhüner & Sohn heißt. Auch seine Tochter ist seine gelehrige Schülerin und arbeitet fleißig mit.
38Geigenzettel: Anton Siebenhüner / Zürich Anno 19 .. [Initialen und Kreuz, in einem Kreis] (gedruckt). — Anton Siebenhüner / Zürich Anno 18 .. [Initialen und Kreuz, in einem Kreis] (gedruckt).
40Siebenhüner, Bernhard. — Schönbach b. Eger. 1778. 1826
41Er wohnte Haus Nr. 208 und war in seiner Weise nicht ungeschickt. Seine Geigen haben zwar kein besonders schönes Modell, klingen aber meist recht gut.
43Siebenhüner, Josef. — Schönbach b. Eger. 1826
44Wahrscheinlich ein Sohn von Bernhard S. und diesem in der Arbeit sehr ähnlich.
46Siebenhüner, Karl. — Zürich. Geb. 1885 in Zürich
47Jüngster Sohn und Schüler von Anton S. Seine Ausbildung schloß er bei Thibouville-Lamy in Mirecourt ab, wo er dann auch in anderen Werkstätten arbeitete.
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