Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 74

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 70. See the scan on archive.org.

1Cardi, Luigi. — Verona. 19. Jahrhundert
2Ein Musikinstrumentenmacher, der auch einige Geigen gebaut hat.
4Caré, Paul. — Danzig. Geb. in Belgard 1859
5Von Haus aus Musiker, ist er durch 12 Jahre Hoboist gewesen. Während seiner Militärzeit wohnte er bei dem Geigenmacher Leitzsch, der ihm einige Anleitung im Geigenbau gab. Er fand so viel Gefallen daran, daß er sich schließlich ganz darauf verlegte und 1893 seine Werkstatt eröffnete. Er baut nach einem eigenen, Stradivari nachgeahmten Modell, an dem der Mittelbügel mehr an Guarneri erinnert. Auf den Lack legt er wenig Gewicht und verwendet verschiedene Sorten. Auf der Berliner Musikausstellung erhielt er für mehrere Geigen eine silberne Medaille.
6Geigenzettel: Paul Caré / Danzig 1895 (geschrieben).
8Caressa, Felix Albert. — Paris. Geb. in Nizza 25. Dezember 1866
9Schüler von Gand und Bernardel. Nachdem er 10 Jahre in dem Geschäfte tätig war, das er 1900 bereits leitete, wurde er am 1. Juli 1901 mit Henri Français zusammen der Nachfolger von Gustave Bernardel. Die Firma lautet jetzt: Caressa & Français, Successeurs de Gustave Bernardel, anciennes maisons Lupot et Gand et Bernardel 4 passage Saulnier à Paris. Er baut nach Lupot und verwendete eine Zeitlang Gust. Bernardels Zettel, jetzt den der neuen Firma. Er besitzt viele Auszeichnungen, ist Ritter der Ehrenlegion und war bei allen großen Ausstellungen der letzten Jahre als Juror tätig.
10Geigenzettel: (Monogr. CF.) Caressa & Français / Luthiers du Conservatoire de Musique / No. … Paris 19..
12Cargnano s. Gargnano
14Carlander, Elias. — Stockholm. Geb. 1721, † in Trosa 25. April 1784
15Ein tüchtiger Geiger, Mitglied der Kgl. Hofkapelle, der sich seit mindestens 1760 recht eifrig mit dem Geigenbau beschäftigte. Besonders scheint er sich als Reparateur bewährt zu haben, doch kommen auch Geigen und Violen, die er gebaut hat, mehrfach vor. Auf seinen Zetteln bezeichnet er sich stets als Kgl. Hofmusikus.
16Geigenzettel: Repareraad af Kongl / Hof Musicus Carlander / Ao 1784 (geschrieben).
18Carlman (?), Jonas
19Wird als tüchtiger schwedischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts bezeichnet, der das Stainermodell zum Vorbild nahm. Vielleicht hieß er richtig Carlander?
21Carlo, Giuseppe. — Mailand. 1769
22Auf seinem Zettel war nicht deutlich ersichtlich, ob Carlo nicht der zweite Taufname vor einem fehlenden Familiennamen war. Der Arbeit nach gehört er zu den Meistern vierten Ranges.
24Carlo (gen. Carlo da Pesaro). — Pesaro. 1682
25Er wird als Geigenmacher mehrfach erwähnt, auch Valdrighi (3702) führt ihn an, doch war es mir bisher nicht möglich, seine Arbeiten kennenzulernen.
27Carlomordi (Carlomorti), Marco. — 1654. 1660
28Eine Violine »di piccola forma« von ihm zählt der Katalog der Sammlung Correr in Venedig auf. Vidal führt den Namen mit dem Taufnamen Carlo an und setzt als Wohnort Verona. Da er die gleiche Jahreszahl (1654) mitteilt, scheint seine Kenntnis dieses Meisters doch nur auf die kleine Violine der Sammlung Correr zurückzugehen. In der im November 1910 in Frankfurt a. M. versteigerten Sammlung F. Günther-Prestel befand sich eine Mandoline mit einer Sphinx aus Bein am Wirbelkasten von Marco Carlomorti aus dem Jahre 1660. M. Carlomordi ist jedenfalls identisch mit Marco Calonardi, der in Cremona gelebt haben soll.
30Carlson, C. A., lebte Ende des 19. Jahrhunderts in Salt Lake City (Utah)
32Caroli. — Brescia. 1681
33Ein Brescianer Lautenmacher des 17. Jahrhunderts, von dem sich eine Mandora in der Sammlung Galpin (Hatfield, jetzt Boston) befindet.
35Caroll (Carrol), James. — Manchester. Um 1890
36Es gibt flachgewölbte Geigen mit diesem Namen, die nach verschiedenen Modellen gearbeitet sind.
38Caron. — Versailles. 1775. 1790
39Er bezeichnet sich als Hoflautenmacher der Königin Marie-Antoinette, wohnte erst in der Rue Royale, dann in der Rue Satory und dürfte ein naher Verwandter des Uhrmachers Caron und von dessen Sohn, des unter dem Namen Beaumarchais berühmt gewordenen Dichters, gewesen sein. Er ist zwar kein hervorragender Meister, aber seine Arbeit ist gut; er ahmte italienische Modelle nach; nur sein brauner Lack ist zu dunkel. Eine französische Lyra von ihm besitzt Claudius in Kopenhagen, eine zehnsaitige Theorbe mit den Initialen der Königin Marie-Antoinette im runden Schalloch das Museum des Pariser Konservatoriums, Nr. 224.
40Geigenzettel: Abb. 123.
42Carone, Giuseppe. — Neapel 1883
43Mandolinenmacher.
45Carotti, C. — Florenz. 1694
46Geigen von ihm habe ich bisher nicht kennen lernen können.
48Carozza, Raffaele. — Messina. 1912
49Mandolinenmacher der Gegenwart.
51Carp (Karp) s. Karg
53Carr, John. — Falkirk. Geb. in Berwick-on-Tweed 14. Mai 1839
54Ein Fabrikleiter und Musikalienhändler, der aus Liebhaberei weit über 50 Violinen und ein Violoncello gemacht hat. Die erste Anleitung darin erhielt er schon als neunjähriger Knabe von James Thomson und Robert Harvie.
55Geigenzettel: John Carr, / Maker / Falkirk, 1897 (gedruckt).

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