Scan 79
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
58 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 75. See the scan on archive.org.
1Berlin (Nr. 702). Der Name kann hier allerdings auch Perin statt Cerin gelesen werden; auch die Jahreszahl möchte ich etwas anzweifeln.
2Geigenzettel: Marco Cerin fece in Venezia 1610 (gedr.).
4Cerin, Marco Antonio. — Venedig. 1780. 1824
5Vielleicht ein Abkömmling von Marco Cerin. — Er bezeichnet sich als einen Schüler Ans. Belosios; seine Arbeit ist schön, sein Lack bläßgelb oder sattrot und das Modell dem des Stradivari ähnlich.
6Geigenzettel: Abb. 138.
8Čermák, Josef. — Böhmisch-Schumburg (Šumburk). 1889. 1895
9Musikinstrumentenmacher, von dem mehrfach Arbeiten vorkommen.
10Geigenzettel: Josef Čermák / V Českém Šumburku u Tannwaldu (gedruckt).
12Čermák, Josef A. — Kutná Hora (Kuttenberg).
13Geb. in Pasek a. d. Iser am 17. Jan. 1874
14Schüler von Benj. Patočka. Er ließ sich im Jahre 1898 in Kuttenberg nieder, wo er seine eigene Werkstatt eröffnete. Er baut nach Amati, Stainer, Stradivari und Guarneri und verwendet goldgelben und feurigroten Lack. Er arbeitet sorgfältig und besitzt die silberne Staatsmedaille.
15Geigenzettel: Abb. 144.
17Certinetti s. Nigetti
19Cerutti, Enrico. — Cremona. Geb. 1808, † 20. Okt. 1883
20Sohn des Giuseppe C. und der letzte Geigenmacher der Familie. Wenn er auch so wenig wie irgendein anderer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts die großen Cremoneser Meister erreichte, so hat er doch Anerkennenswertes geleistet; namentlich seine Violoncelli gelten als wertvolle Arbeiten. Er hat an 400 Geigen gebaut und beschickte alle größeren Ausstellungen, die ihn mit Medaillen auszeichneten. Seine letzte Arbeit war 1881 in Mailand ausgestellt. Er wohnte Via Borgo Spera Nr. 14.
21Geigenzettel: Abb. 146.
23Cerutti, Giov. Battista. — Cremona. Geb. um 1755, † nach 1817
24Er war Lorenzo Storionis Schüler und Nachfolger, dessen Geschäft in der Via di Coltellai er 1790 übernahm. Krankheitshalber mußte er seine Werkstatt schon vor seinem Tode seinem Sohne übergeben. Er baute nach Guarneri, seltener nach Stradivari, zumeist aber nach dem großen Amatimodell, ungefähr 500 Instrumente. Sein Lack ist verschieden, von hellem Bernsteinleib bis zum tiefsten Rot. Manchmal nahm er auch verschiedene Farben für die Decke und den Boden. Er war freilich auch kein ebenbürtiger Nachahmer seiner großen Vorgänger, aber man erkennt in seinen Arbeiten doch noch die Traditionen der Schule, aus der er hervorgegangen ist. Der Ton ist edel und hat durch das Alter naturgemäß sehr gewonnen. one of two readings
25Er war Lorenzo Storionis Schüler und Nachfolger, dessen Geschäft in der Via di Coltellai er 1790 übernahm. Krankheitshalber mußte er seine Werkstatt schon vor seinem Tode seinem Sohne übergeben. Er baute nach Guarneri, seltener nach Stradivari, zumeist aber nach dem großen Amatimodell, ungefähr 500 Instrumente. Sein Lack ist verschieden, von hellem Bernstein gelb bis zum tiefsten Rot. Manchmal nahm er auch verschiedene Farben für die Decke und den Boden. Er war freilich auch kein ebenbürtiger Nachahmer seiner großen Vorgänger, aber man erkennt in seinen Arbeiten doch noch die Traditionen der Schule, aus der er hervorgegangen ist. Der Ton ist edel und hat durch das Alter naturgemäß sehr gewonnen. one of two readings
26Geigenzettel: Abb. 136, Brandmarke Nr. 25.
28Cerutti, Giuseppe. — Cremona. Geb. um 1787, † 1860 zu Mantua
29Sohn und Nachfolger von Giovanni Batt. C., den er jedoch nicht ganz erreicht. Er bevorzugte ein kleines, zierliches Modell und schönes, am Boden enggeflammtes Holz und verwendete rötlichgelben oder gelben Lack. Seine F-Löcher sind sauber geschnitten, dagegen stehen seine Schnecken oft ein wenig schief und haben schlechte Rundungen. Seine besseren Geigen, die außer dem Zettel auch die Brandmarke G. C. tragen, werden schon mit sehr hohen Preisen bezahlt. Er war auch sehr geschickt als Verfertiger geodätischer Instrumente und berühmt wegen seiner kunstreichen Wiederherstellungen alter Geigen.
30Geigenzettel: Josephus Cerutti filius Joannis Baptistae Cremonensis fecit anno 1830 (gedruckt). Brandmarke Nr. 26.
32Cerrutti, Sebastian. — Piemont. 1615
33Dieser Lautenmacher, den Valdrighi (4486) erwähnt, dürfte ein Vorfahr der Cremoneser Familie gleichen Namens gewesen sein.
35Cervella, Giovanni. — ?
36Italienischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
38Cervo, Giovanni. — S. Angelo. 1489
39Einer der ältesten italienischen Lautenmacher, den Valdrighi (3979) aufzählt.
41Cesana, Carlo. — Carate (Brianza). 1898
42Guter Mandolinenmacher.
44Chalin père. — Pont-à-Mousson. 1865
45Ein Liebhaber, dessen Zettel A. Jacquot mitteilt.
47Challard. — Montpellier, Hérault. 1898
48Erfinder einer Neuerung an Lauten, Mandolinen, Gitarren usw.
50Challiot, Antoine. — Paris. 1778. 1816
51Anfangs baute er auch Lauten und Gitarren, aber bald verlegte er sich ganz auf den Bau von Harfen. Er wohnte erst Faubourg St. Antoine und zog dann nach Faubourg St. Martin. Sein Sohn Pierre († 1839) und sein Enkel Etienne waren seine Nachfolger. Eine Pedalharfe von ihm im Empirestil besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm, eine ebensolche W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
53Challoner, Thomas. — London. 18. Jahrh.
54Seine Arbeit geht, wie die der meisten seiner Zeitgenossen, auf das Stainermodell zurück; übrigens könnte er ein Schüler von Wamsley gewesen sein.
56Chalon, Fr. — Châlons-sur-Marne. 1812
57Er nennt sich »Luthier et facteur d'instruments à vent« und hat nur in seiner letztgenannten Eigenschaft Bedeutung. Seine Geigen sind von mittelmäßiger Arbeit, auch wenn er sie nach Maggini baute und doppelt einlegte.
Makers on this page
- Cerin, Marco Antonio
- Čermák, Josef
- Čermák, Josef A.
- Cerutti, Enrico
- Cerutti, Giov
- Cerrutti, Sebastian
- Cesana, Carlo
- Challiot, Antoine
- Chalon, Fr.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.