Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 93

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 89. See the scan on archive.org.

1Coviaux s. Lippi
2Cox, N. — London, Holborn. 1674
3Altenglischer Geigenmacher, von dem ich jedoch bisher keine zweifellos echte Arbeit kennen lernen konnte.
5Cozzi, Battista. — Venedig. 19. Jahrhundert
6Wenig bekannter Geigenmacher, dessen geschriebener Reparaturzettel manchmal vorkommt.
8Craig, John. — Edinburgh. Geb. 17. Nov. 1860 in Kirkinch bei Meigle
9Er ahmt das Stradivariomodell frei nach und verwendet Whitelaws »Amati-Lack«. Seine Arbeit erinnert etwas an die Matthew Hardies.
10Geigenzettel: John Craig, / Maker / Edinburgh. A. D. 1897 (gedruckt).
12Craile (Graill), Magno. — Rom. 1606. 1631
13In Rom ansässiger, deutscher oder vlämischer Lautenmacher, der 1606 urkundlich (als Zeuge) erwähnt wird. Er kommt 1627 und 1631 noch vor und soll besonders gute Archilauten gebaut haben.
15Cramond, Charles. — Aberdeen. 1800. 1834
16Er kam vom Pfluge her nach Aberdeen und war ein äußerst fleißiger Geigenmacher, der jahrelang jede Woche eine Geige fertigbrachte. Seine Geigen wären nicht schlecht, wenn er sie nicht zu dünn im Holz gemacht und schlecht lackiert hätte. Auf seinen Zetteln fehlt meistens die Jahreszahl; er gebrauchte auch einen Brandstempel »Cramond, Aberdeen«. Im Jahre 1834 wanderte er nach St. John in Neu-Schottland aus und machte dort Gewehrschäfte.
17Geigenzettel: Chas. Gramond / Maker / Aberdeen (gedruckt).
19Craske (Crask), George. — Bath, Leeds, Sheffield, Birmingham, Manchester, Stockport. Geb. 1797 in Bury St. Edmunds, † 1888 in Stockport
20Als Jüngling kam er zu William Forster in die Lehre, trat später zu dem berühmten Klavierspieler Clementi in Beziehung, namentlich aber zu Thomas Dodd, der einen neuen Geigenlack erfunden hatte und junge Leute beschäftigte, die für ihn arbeiten mußten; unter diesen war auch Craske. Er verließ Dodd aber bald wieder und ließ sich in Bath nieder. Er hatte hier keinen sonderlichen Erfolg und siedelte nach der Reihe nach Leeds, Sheffield und Birmingham über. In Birmingham hielt er sich über 20 Jahre auf, um dann für ein Jahr nach Manchester und von da nach Stockport (Distrikt Salford) zu ziehen. Er war eine echte Künstlernatur, aber voll Schrullen und Eigenheiten, die sich im Alter immer mehr ausbildeten. Obwohl er unermüdlich tätig war und noch in seinem 90. Lebensjahre arbeitete — er hat über 3000 Violinen, Violen und Violoncelli und etwa 20 Kontrabässe gebaut — und von den bedeutendsten Virtuosen hochgeschätzt wurde, brachte er es doch zu keinem Wohlstande. Seine Arbeiten sind nach den besten italienischen Vorbildern sehr sauber ausgeführt und werden jetzt von Jahr zu Jahr besser im Ton. Seine Biographie veröffentlichten G. Crompton in »The Strad« 1893 und Arthur Broadley in der Zeitschrift »Musical News« 1901, Nr. 553: »An english Stradivarius«. Drei Violinen von ihm aus den Jahren 1820 bis 1836 waren 1880 in Edinburgh ausgestellt. Seinen Nachlaß (70 Violinen, 10 Violoncelli, eine Anzahl Violen und 12 Kontrabässe) erwarben W. E. Hill & Sons in London, die seine Arbeiten besser zu verwerten wußten, als er dies selbst bei Lebzeiten gekonnt hatte.
21Geigenzettel: Made by George Craske / (born 1797, died 1888 / and sold by / William E. Hill & Sons, London (gedruckt).
23Cravtchenko (Craftschenko) s. Krawtschenko
24Cremona, Girolamo. — Turin
25Von Valdrighi (754) erwähnter Geigenmacher; der Name ist vermutlich durch Mißverständnis eines in Turin gefälschten Amati-Zettels aus »Hieronymus Cremonensis« entstanden.
27Cricca, Alfonso. — Ferrara. 1591
28Ein Instrumentenmacher, der wohl auch Lauten gebaut hat, vorzugsweise aber Klaviere und Orgeln.
30Cricca, Giulio. — Ferrara. 1594
31Er wird als Instrumentenmacher bezeichnet und war der Bruder von Alfonso. Die Brüder hatten, wie auch der Orgelbauer Hyppolito Cricca¹), den Beinamen »Paianini«, »Pagliarini«.
33Crista s. Christa
34Cristofaro, E. de. — Neapel und Paris. Geb. 11. Febr. 1870 in Neapel
35Schüler seines Vaters und wie dieser Mandolinenmacher. Er machte sich 1892 selbständig und verlegte seinen Wohnsitz nach Paris. Seine Mandolinen sind von sauberer Arbeit und schön im Ton.
36Geigenzettel: Fabbricazione Artistica / di Mandolini e Mandole Napoletani con nuovo / sistema triplando la sonorità. E. de Cristofaro / 199bis Via Mergellina Napoli. Vendita e deposita / a Paris (gedruckt).
38Cristofori (Cristofali?), Bartolommeo. — Florenz. Geb. um 1667 (in Cremona oder Padua?), † nach 1720
39Im Jahre 1680 findet sich ein Bartolommeo Cristofori, 13 Jahre alt, als Schüler N. Amatis angegeben. Das Museum »dell’ Istituto musicale« in Florenz besitzt einen schönen Kontrabaß von ihm. Fiorini in München besaß ein schönes Cello von ihm mit der Jahreszahl 1716. Die Versuchung liegt nahe, diesen Cristofori (dessen Name nach dem Giornale de Letterati d’Italia B.V. 1711 richtig »Cristofali« lauten müßte) mit dem berühmten Erfinder des Hammerklaviers oder richtiger gesagt: der Stoßzungenmechanik zu identifizieren; doch spricht die Tatsache dagegen, daß als Geburtsdatum des Erfinders des Hammerklaviers der 4. Mai
41¹) Er hatte schon 1598 ein Tasteninstrument gebaut, dem er den Namen »Piano e forte« gab,

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