Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 78

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 74. See the scan on archive.org.

1Cavani, Giovanni. — Spilamberto (Modena).
2Geb. 13. Aug. 1851
3Sohn von Domenico C. und Teresa geb. Merli. Geschickter Streichinstrumentenmacher und nicht minder tüchtiger Glockengießer. Als Sohn eines Tischlers, der als Dilettant auch Musikinstrumente machte, kam er zuerst darauf, sich im Geigenbau zu versuchen, und ohne einen anderen Lehrer gehabt zu haben, brachte er es zu einer großen Fertigkeit sowohl im Neubau als in der Reparatur. Er besitzt mehrere Medaillen und ist Lieferant der Konservatorien in Parma und Bologna. Medaille 1901. Leider sind seine letzten Arbeiten nicht mehr so gut wie früher. Vgl. A. G. Spinelli »Giov. Cavani«. Modena 1901.
5Cecco s. Ceko
6Cecherini s. Ciccherini
7Čejka, Johann. — Ödenburg (Sopron). † um 1879
8Sohn von Jos. Č.
9Čejka s. auch Czejka
10Čejka, Josef. — Saar, Prag, Chrudim. Geb. um 1781 in Saar (Žd’ár in Mähren), † 7. Aug. 1859 in Chrudim
11Er scheint in Prag gelernt zu haben wenigstens ist eine von ihm gebaute Geige, die er dort in seinem achtzehnten Jahre gemacht hat, bekannt. Er lebte dann bis etwa 1837 in Saar, wo er 1820 in zweiter Ehe Franziska Vorlíček heiratete. Ende 1837 erlangte er das Bürgerrecht der königl. Leibgedingstadt Chrudim, doch scheint er auch hier als Geigenmacher nicht auf seine Rechnung gekommen zu sein, da er nebenbei noch einen »Kleinhandel« betreiben mußte. Seine Geigen waren sauber gearbeitet und klangen gut.
12Geigenzettel: Joseph Czejka / b. Instrumentenmacher / in Chrudim 1847 / reparava (sic) (gedruckt). — Josef Čejka / Instrumentař Praha 1797 (gedruckt).
14Čejka, Severin. — Chrudim. 1851. † 4. Juni 1901
15Jüngster Sohn von Josef Č. Musikinstrumentenmacher.
16Geigenzettel: Sewerin Čejka / hotovitel hudebních nástrojů / v Chrudime (gedruckt).
18Ceko (Cecco), Cristoforo. — Venedig. 1654
19Lauten- und Violenmacher dritten Ranges.
21Celani, Emilio, gen. il Turco. — Ascoli Piceno. 1880. 1894
22Er baute Geigen, Mandolinen und Gitarren und war auch als Reparateur nicht ungeschickt.
23Geigenzettel: Restaurato da Emilio / Celani (gedruckt).
25Celentano. — Neapel
26Mandolinenmacher.
28Celionatus s. Celoniato
29Cellier. — Hamburg. 1840. 1855. 1864
30Ein K. Cellier lebte anfangs der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts in Hamburg; schon 1844 heißt die Firma »Cellier & Sohn«, auch »Cellier & fils« und 1855 nur F. Cellier. Der letztgenannte war wohl der Sohn, der aber noch 1864 die Firma J. Cellier & Fils angewendet hat. Die Arbeiten mit ihren Zetteln sind nicht schlecht, am besten die Violoncelli. Doch scheinen diese öfters von anderen Geigenmachern (J. J. C. Sauke u. a.) gebaut zu sein, oder aus Mirecourt zu stammen.
31Geigenzettel: K. Cellier. / Luthier / Hamburg (gedr.). und Abb. 143.
33Cellini, Giovanni. — Florenz. Geb. um 1460, † 1527 oder 1528 an der Pest
34Der Vater des berühmten Goldschmieds und Erzgießers usw. Benvenuto Cellini. Ursprünglich Architekt, wie sein Vater, verlegte er sich — ein echter Renaissancemensch — auf viele Künste, ward Ratspfeifer und wollte auch aus Benvenuto einen Musiker machen. Dieser schreibt von ihm in seiner Autobiographie: »Mein Vater machte zu selbiger Zeit (um1505) wundersame Orgeln mit hölzernen Pfeifen, Klaviere, so schön und gut, als man sie damals nur sehen konnte, Violen, Lauten und Harfen auf das Beste … Er arbeitete wundersam in Elfenbein und war der erste, der in dieser Kunst etwas leistete.«
36Celoniato, Gian Francesco. — Turin. 1730. 1737
37Wenn er, seinem Modell nach zu urteilen, auch Amati und Bergonzi gekannt hat, so steht er doch noch unter dem Einflusse Cappas. Die Arbeit ist ziemlich gut, besonders schön aber sein gelber Lack. Die oft wiederkehrende Lesart Celionatus scheint auf einem Druckfehler zu beruhen. Eine Viola d’amore von 1732 besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln. Es soll auch Geigenzettel geben, auf denen nur der Taufname Franciscus vorkommt. Seine Violoncelli sind gewöhnlich sehr gut im Ton. Im Jahre 1905 wurde ein solches in Wien für 4000 Kronen ausgeboten.
38Geigenzettel: Joannes Franciscus Celionatus fecit / Taurini anno Domini 1737 (gedruckt). — Abb 109 und 119.
40Centurio, Giuseppe. — Padua. 1750. 1780
41Von einem Geigenmacher erhielt ich die folgende Abschrift eines Zettels, der sich in einer gut gebauten, an Amati erinnernden Geige befunden haben soll: »Jos. Centurio Tiburtinus f. in Padua 1780«. Danach wäre anzunehmen, daß er aus Tibur, d. i. Tivoli bei Rom, stammte. Es ist dies jedenfalls derselbe Geigenmacher, der auch unter dem Namen »Tibontimus« genannt wird. Andere lesen sogar »Conlusia Tibertimus«. Da ich keinen Originalzettel zu Gesicht bekommen habe, muß ich alle Konjekturen vermeiden.
43Cerin, Marco. — Venedig. 1610
44Eine prächtige Laute mit geschnitztem Männerkopf, bei der nur die Einlage etwas plump erscheint, befindet sich in der Königl. Sammlung alter Musikinstrumente in

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